und los!

Veröffentlicht am Autor sabinebrandi2 Kommentare

Genug über Botho Strauß gegrübelt – obwohl mir seine Texte wirklich kostbar sind, werde ich jetzt mal seinen Widerwillen gegen das Internet und Blogger ignorieren. Die wunderbare Brigitte Felician Siebrecht soll nicht umsonst malocht haben – mit dem schönen Design dieser Seite. Und bei den Fotos für die Kopfzeile (was da oben zu sehen ist, wechselt im Zufallsmodus) haben wir so gelacht! Beim einloggen habe ich übrigens unter dem Passwort ein kleines, anklickbares Kästchen liebgewonnen: „Erinnere Dich an mich“ steht daneben.

Auf dem Rückweg von Iserlohn dann die Nachrichten: die katholischen Bischöfe denken über den Umgang mit Geschiedenen nach. „Na endlich“ wird sagen, wer diesen Männern erlaubt hat, Einfluß auf sein Leben zu nehmen. Wie zum Beispiel Emma P., die gestern in meiner Radiosendung „Tagesgespräch“ auf wdr5 anrief. Es ging um das Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen Kirchensteuer: wer nicht bezahlt, ist nicht mehr Mitglied der Kirche. Darf also auch die Amtshandlungen, wie Hl. Kommunion oder Beichte nicht mehr in Anspruch nehmen. Und Pate stehen darf man auch nicht. Es gilt: ohne zu bezahlen, ist man draußen – und drin, wenn man bezahlt. Dachte ich, bis Emma anrief. Sie hat einen Mann geheiratet, der vorher schon einmal verheiratet gewesen ist – und mit Scheidung und Neuverheiratung gegen das katholische Dogma der Unauflösbarkeit der Ehe verstoßen hatte. Beide Eheleute waren damit große Sünder und kriegten die Amtshandlungen nicht mehr. Bezahlen mussten sie aber weiter. Taten das auch, diese rührenden Schäfchen, bis sie – Jahrzehnte später – in der Zeitung lasen, daß die Ehe von Caroline von Monaco vom Papst persönlich geschieden worden war. Da traten Emma und ihr Mann dann aus der katholischen Kirche aus. Beim Stichwort „katholische Kirche“ hat Emma P. ab jetzt ein virtuelles Kästche in meinem Kopf angeklickt: „Erinnere Dich an mich“. Mach ich

2 Kommentare zu und los!

  1. „die katholischen Bischöfe denken nach…“ – klingt das eher bedrohlich, oder ’nur‘ widersprüchlich ?
    Unsere Popstars firmieren unter ‚Unheilig‘ (was eigentlich nur die musikalische Qualität treffend beschreibt), unsere Kirchenstars mauern sich immer mehr ein. Ein Fall für die Archäologie.
    Prima Geschichte – prima Blog!

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